Samen in Pusteblume

Damit Schmetterlinge stark und lebensfähig werden, müssen sie sich zuvor mühsam aus ihrem Kokon befreien. Das geschieht, indem sie die Flügel gegen die Kokonwände drücken. So werden die Schmetterlingsflügel durchblutet und stark. Würde man ihnen diesen Entwicklungsschritt ersparen wollen, indem man den Kokon beispielsweise für sie öffnet, könnte der Schmetterling nicht fliegen. Damit würde er das Leben, für das er bestimmt war, niemals kennenlernen. Er hätte es in seinem Leben zwar leicht gehabt, doch das auf Kosten von Freiheit, Lebensfreude, Leben. Ob er das tatsächlich so gewollt hätte? Und so können wir uns über jeden Schmetterling freuen, den wir sehen, und uns von ihm ermutigen lassen.

Eine Idee wird Wirklichkeit

Die Praxis für Systemische Therapie und biopsychosoziale Gesundheit "Warteschleife" habe ich im September 2011 gegründet.

Davor war ich viele Jahre als Krankenschwester, Pflegetherapeutin, Lehrerin für Pflegeberufe sowie als Lektorin, Verlags(bereichs)- und Redaktionsleitung in Medizin-, Psychologie- und Pädagogikfachverlagen tätig. Nach dem Auftreten mehrerer Ausnahmesituationen fing ich an, mein Leben und mich selbst zu hinterfragen. Heute kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Veränderungen sind möglich. Zwar nicht zum Nulltarif, doch ich möchte nichts missen. Ohne all das hätte ich nicht erfahren, dass Lebensfreude, Liebe, Geborgenheit keine bloßen Worte, sondern wirklich (er)lebbar sind. Und ohne diese Erfahrungen gäbe es die Praxis in ihrer jetzigen Form nicht...